Das HLRS und die AI Factory HammerHAI werden sich an der ECAVA-Arbeitsgruppe für KI-Modellentwicklung und Daten beteiligen.

Das Höchstleistungsrechenzentrum der Universität Stuttgart (HLRS) ist der European Connected and Autonomous Vehicle Alliance (ECAVA) beigetreten. Diese kürzlich von der Europäischen Kommission ins Leben gerufene Initiative soll die Wettbewerbsfähigkeit Europas im Automobilsektor sowie die digitale Souveränität in dieser Branche stärken. ECAVA vereint europaweit Expert:innen und Interessengruppen und hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit zu fördern und Innovationen im Automobilsektor voranzutreiben, u.a. die Integration verbesserter Software, Chips, KI-Anwendungen und Technologien für autonomes Fahren. ECAVA ist Teil des Aktionsplans der Europäischen Kommission für die Automobilindustrie.
Unter der Leitung von Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, tagte Ende Oktober 2025 ein Vorbereitungsausschuss, der sich aus hochrangigen Vertreter:innen großer Automobilhersteller und -organisationen zusammensetzte. Der Ausschuss legte die strategischen Prioritäten für den Automobilsektor fest und beschloss die Einrichtung von vier Arbeitsgruppen, die sich auf softwaredefinierte Fahrzeuge, Automobilhardware, künstliche Intelligenz und Daten sowie die Entwicklung autonomer Fahrzeuge konzentrieren. Die Arbeitsgruppen wurden am 5. und 6. Februar 2026 bei einem Workshop in Brüssel offiziell ins Leben gerufen.
Nach einem selektiven Bewerbungsverfahren wurde das HLRS für die Teilnahme an der ECAVA ausgewählt. Als Mitglied der Arbeitsgruppe „AI Model Development and Data” nahm ein Vertreter des HLRS an der Konferenz in Brüssel teil. Die Teilnahme des Zentrums baut auf seiner langjährigen Erfahrung in der Bereitstellung von Höchstleistungsrechnerinfrastruktur und Fachwissen für Unternehmen der Automobilbranche auf. Als Koordinator der AI Factory HammerHAI entwickelt das HLRS derzeit auch neue Fähigkeiten, die für die Entwicklung von Automobiltechnologien der nächsten Generation von großer Bedeutung sein werden, u.a. das Trainieren, die Feinabstimmung und die Validierung groß angelegter KI-Agenten, die Produktion synthetischer Daten unter Verwendung generativer KI-Modelle und Simulationen sowie das Benchmarking von Kandidaten für grundlegende Modelle.
Das HLRS und HammerHAI werden ihr Fachwissen in diese ECAVA-Arbeitsgruppe einbringen. Als ECAVA-Mitglieder werden das HLRS und HammerHAI außerdem ein besseres Verständnis dafür gewinnen, was Hersteller in der Automobilindustrie von HPC-Zentren und AI Factories für eine effiziente Ressourcennutzung benötigen. Dazu zählen die Anforderungen der Endnutzer in Bezug auf Datenaustausch, Datenpooling und die Entwicklung grundlegender KI-Modelle für autonome Fahrzeuge.
In Brüssel hat die Arbeitsgruppe für KI-Modellentwicklung und Daten produktive Diskussionen zwischen Akteuren aus der gesamten europäischen Automobilindustrie aufgenommen, die sich auf die Festlegung von Prioritäten für Kooperationen, praktische Wege zur Aufnahme von Kooperationen und den Aufbau von Verbindungen zwischen der Industrie und den AI Factories konzentrierten. Künftige Aktivitäten werden auf diesen ersten Diskussionen aufbauen, um eine stärkere Integration der europäischen KI-Kompetenzen in die Automobilindustrie zu ermöglichen.







